Bilanzpressekonferenz 2018

im Nachgang zur Vertreterversammlung 2018

Nesutadt, 13. Juni 2018

Fusion generiert Wachstum und Stärke

Kurz zusammengefasst:

  • Angestrebte Ziele wurden bei herausfordernden branchenbedingten Rahmenbedingungen erreicht.
  • Gutes Ergebnis im ersten vollen Geschäftsjahr 2017 nach Fusion erzielt
  • Nähe ist unsere Stärke - persönlichste Multikanalbank sein ist unser Qualitätsanspruch
  • Wirtschaftliche Förderung der Mitglieder hat oberste Priorität, nicht die Gewinnmaximierung.
  • Wahlen:  Vier langjährige Aufsichtsräte im Amt bestätigt.

Angestrebte Ziele wurden bei herausfordernden Rahmenbedingungen erreicht.

Die angestrebten Ziele wurden erreicht bei herausfordernden Rahmenbedingungen.

Bei der Vertreterversammlung der VR meine Bank eG zeigte sich einmal mehr, wie wichtig die örtliche Kreditgenossenschaft für die Region ist. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Klaus Gimperlein hob die regionale Verankerung der Bank hervor: „Die Kreditvergabe, die wir tätigen, die Löhne und Gehälter und die Steuern fließen alle in die Wirtschaftsleistung dieser Region, in der wir verwurzelt sind“, sagte er vor den gewählten Mitgliedervertretern.

 

Organisatorisch war das Jahr geprägt vom Zusammenwachsen der beiden Häuser und der Anpassung der Service- und Betreuungsangebote an veränderte Kundenbedürfnisse

Die organisatorischen Rahmenbedingungen wurden weitgehend harmonisiert. Dazu zählen die Prozesse rund um die Kreditgewährung. Zur deutlichen Verbesserung der Erreichbarkeit und der noch schnelleren Abwicklung der Kundenwünsche und -bedürfnisse wird aktuell an der Einführung eines telefonischen Serviceteams gearbeitet. „Damit werden wir dem nachhaltig veränderten Kundenverhalten gerecht, das insbesondere durch die Digitalisierung das bisherige Geschäftsmodell umfassend verändern wird“, erläuterte Vorstandssprecher Thomas Gimperlein.

Gutes Ergebnis im ersten vollen Geschäftsjahr nach Fusion erzielt.

Gutes Ergebnis im ersten vollen Geschäftsjahr nach Fusion erzielt

Höchstwert bei der Bilanzsumme und anhaltend hohe Kreditnachfrage.

Die Bilanzsumme stieg um 4,4 Prozent auf einen Höchstwert von 1.341 Mio. Euro. 150 Mio. Euro an Kredite hat die Bank in 2018 neu vergeben, das ergab einen Zuwachs an ausgereichten Krediten von 4,3 Prozent auf 737 Mio. Euro. Sie ermöglichen Investitionen, die die heimische Wirtschaft wettbewerbsfähig halten und den privaten Wohnungsbau fördern. Zudem hat die Bank Steuerzahlungen in Höhe von 2,5 Mio. Euro geleistet, die die Region weiter stärken. Die Kundengelder sind um 47,9 Mio. Euro auf über 1 Mrd. Euro gestiegen. Dies zeigt das unverändert hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die Bank.

 

Immobilienboom im Landkreis Fürth Stadt und Land steigt. In Neustadt besteht regional Potential nach oben.

Vorstand Markus Engelmayer analysierte den Immobilienmarkt in den Landkreisen Fürth und Neustadt/Aisch. Er kam zu dem Ergebnis, dass in Fürth Stadt und Land vieles dafürspricht, dass der Immobilienboom aufgrund der nachhaltigen Nachfrage weitergeht. Er sieht auch im Landkreis NEA Potential nach oben, dass regional abhängig von der Infrastruktur, Bevölkerungsentwicklung und Entfernung zu den Ballungsräumen ist. „Ein Ende des Anstiegs der Immobilienpreise sei nicht in Sicht. Aktien und Betongold bleiben attraktive Anlagealternativen“, so sein Resümee.  

 

Enormer Bedarf an Anlage- und Wertpapierberatungen wurde gut gemeistert. Die Marktchancen des vergrößerten Geschäftsgebietes und starken Umfeldes wurden genutzt.

Die VR meine Bank ist ein gefragter Verwalter von Vermögenswerten bei Privatpersonen und mittelständischen Unternehmen.  So stiegen die verwalteten außerbilanziellen Guthaben auf dem Wertpapiermarkt und bei den genossenschaftlichen Partnerinstituten auf 8,9 Prozent.

 

Solide Vermögenslage und zufriedenstellendes Ergebnis. Der Trend zu rückläufigen Geschäftsergebnissen in der Branche hält weiter an.

Das Niedrigzinsumfeld wirkt sich auf die Geschäftsergebnisse aller Finanzdienstleiter aus. Der Rückgang der Überschüsse aus Zinserträgen und -aufwendungen im Jahr 2017 konnte durch einzelne Maßnahmen kompensiert werden, beispielsweise durch eine Steigerung des Provisionsüberschusses und eine Reduzierung der Verwaltungskosten. Dank der Einbettung in die Genossenschaftliche Finanzgruppe und einem motivierten und kompetenten Mitarbeiterteam, für dessen geleistete Arbeit sich Vorstand und Aufsichtsrat bedankten, ist es gelungen die gesteckten Ziele im ersten vollen Geschäftsjahr nach Fusion zu erreichen.  Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.493 Tsd. Euro lag der Gewinn auf Vorjahresniveaus.  Dieser Trend zu rückläufigen Geschäftsergebnissen hält in der Branche weiter an.

 

Dividende bleibt unverändert hoch bei 3,5 Prozent

Die 32.214 Anteilseigner erhalten als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 3,5 Prozent auf ihre eingezahlten Geschäftsanteile. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Versammlung einstimmig. Die Rücklagen werden weiter aufgestockt.

 

Satzung wurde an die neuen Vorschriften des überarbeiteten Genossenschaftsgesetzes angepasst und befürwortet.

Die Neuregelungen bezogen sich auf die Anpassung von Begrifflichkeiten, der Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern und der Möglichkeit, neue technische Varianten bei einer Vertreterbeteiligung einzubeziehen.

 

Die Mitglieder-Vertreter zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden

Das demonstrierten sie auf der Versammlung mit eindeutigen Beschlüssen. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr.  Hans Leitermeier haben die Vertreter den Jahresabschluss festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet.

Nähe ist unsere Stärke - persönlichste Omnikanalbank sein ist unser Qualitätsanspruch.

Nähe ist unsere Stärke – persönlichste Omnikanalbank sein ist unser Qualitätsanspruch

Regionale Orientierung bleibt erhalten

Neben multikanalfähigem Topservice wünschen Kunden die persönliche Beratung in der Filiale von Beratern, die sie kennen und ihre aktuelle Lebensphase verstehen.  „Unser Anspruch ist es Qualitätsführer zu bleiben und persönlichste Multikanalbank zu werden, die in der Heimat verankert und gleichzeitig weltweit erreichbar bleibt“, betonte Klaus Gimperlein.  Mit dem gleichzeitigen Ausbau der digitalen Kommunikationskanäle und der persönlichen Beratung vor Ort mit bekannten Gesichtern stellt sich die Bank proaktiv den neuen Herausforderungen.

 

Genossenschaften waren schon immer Wandlungsprozessen unterworfen – und haben sie erfolgreich gemeistert.

Drei Viertel der Bevölkerung trauen uns zu, die Probleme von heute lösen zu können und für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Dieses große Vertrauen sprechen den Genossenschaftsbanken die Teilnehmer einer forsa-Studie aus.

„Unsere Genossenschaft sieht sich gut aufgestellt und gerüstet für die Anforderungen des Gesetzgebers und die Herausforderungen des Marktes und der Digitalisierung“, bekräftigen die Vorstände.

 

Wirtschaftliche Förderung der Mitglieder hat oberste Priorität.

Wirtschaftliche Förderung der Mitglieder hat oberste Priorität.

Raiffeisens Idee von einst aktueller denn je. Sein wirtschaftsethisches Modell kann heute noch nachhaltig und stark die Herausforderungen der Zeit bewältigen.  

Gemeinschaftliches Wirtschaften bei dem Kapitalismus ohne Kapitalisten möglich wird, ist ein Erfolgsmodell und ein generationenübergreifender Exportschlager, von dem heute weltweilt 1 Mrd. Genossen in vielen Branchen profitieren.  Die Aufnahme in die UNESCO Liste des Immateriellen Kulturerbes 2016 würdigt, dass bei Genossenschaften die Menschen an vorderster Stelle stehen und nicht der Gewinn. Die VR meine Bank eG versteht sich als genossenschaftliche Wertegemeinschaft, die Leistungen für ihre „Eigentümer“ (Mitglieder) erbringt und bei der das Geld den Menschen dient.  

 

Bei der Gründung der ersten bayerischen Schülergenossenschaft wird als Partnergenossenschaft praktisch geholfen.

Gemeinsam mit der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Neustadt gelang es uns, die erste Schülergenossenschaft in Bayern zu gründen. Als Partner-genossenschaft unterstützten wir die Jugendlichen dabei praktische Erfahrungen in der nachhaltigen Unternehmensführung zu sammeln. Sie gehören damit zur nächsten Erbengeneration, die die starke Idee Raiffeisens, dass gemeinsam mehr erreicht werden kann, in die heutige Zeit transportieren.

 

Bank, Stiftung und Crowdfunding-Initiative unterstützten im vergangenen Jahr 290 Projekte mit rund 355.000 Euro. 65.000 Personen profitierten direkt von den Spenden.  

Genauso wertschöpfend agiert die 2008 gegründete GenossenschaftsStiftung. Sie wurde vor 10 Jahren von den damaligen Vorständen und Aufsichtsräten mit einem stattlichen Stiftungskapital von 2 Mio. Euro ausgestattet. Geld, das von Kunden und Mitgliedern erwirtschaftet wurde und von dessen Erlös seit dem 227 regionale Projekte mit knapp 540.000 Euro unterstützt werden konnten. Über die Vergabe entscheidet ein Kuratorium, das sich aus 15 repräsentativen Persönlichkeiten des Geschäftsgebietes zusammensetzt.

Darüber hinaus zeigen wir durch die Crowdfunding-Initiative, dass Raiffeisens starke Idee „Viele schaffen mehr“ auch im digitalen Zeitalter funktioniert und keineswegs antiquiert ist. Mittels Schwarmfinanzierung wurden bislang alle 26 Projekte erfolgreich umgesetzt und die 100.000 Euro Spendenmarke geknackt.  

Vier Aufsichtsräte im Amt bestätigt.

Vier langjährige Aufsichtsräte im Amt bestätigt.

Wahlen: Vier Aufsichtsräte im Amt bestätigt

Einig zeigten sich die Mitglieder auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat.

  • Armin Feuchtmann (Emskirchen),
  • Armin Freitag (Rodheim),
  • Horst Schrödl (Diespeck) und
  • Dieter Wiegel (Neustadt)

wurden für drei weitere Jahre in das Aufsichtsratsgremium gewählt.

 

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